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Böhme am Bosporus

Auf den ersten Blick wirkt die Waffe wie das typische deutsche Gewehr 98 des Ersten Weltkriegs. Doch schnell lassen tschechische Beschriftung und türkische Abnahmestempel auf einen anderen Hintergrund der Waffe schließen. Es ist ein von der Waffenfabrik Brünn hergestelltes Gewehr 98 der türkischen Armee.

Die Armee der tschechoslowakischen Republik verfügte am Anfang über ein wirres Sammelsurium an Waffen. Erst Anfang der 1920er-Jahre schälten sich zwei Favoriten für eine einheitliche Bewaffnung heraus: Das aus der k.u.k. und k.k. Armee allseits bekannte M. 95 oder das deutsche Gewehr 98, für das man im Deutschen Reich die Maschinen erwarb. 

Eines der beiden Modelle wurde eingeführt, schnell aber ersetzt. Das Modelle 98 wurde Exportschlager und ging einen weiten Weg bis an den Bosporus. Unter welchen Umständen gewehre aus Böhmen an den Bosporus gelangten, lesen Sie in DWJ 11/2006 ab Seite 48.

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