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Zeitung Rheinpfalz attackiert Schützen

Die Germersheimer Rundschau widmet den Aktivitäten von Schützen und Jägern in ihrer Ausgabe vom 15. Oktober einen langen Beitrag sowie einen Kommentar. Darin wird den Schützen vorgeworfen, sich der "politischen Willensbildung" zu verweigern.

Im Zusammenhang mit der Waffengesetzverschärfung nach den Bluttaten von Winnenden und Wendlingen haben sich bundesweit aktive Waffensammler, Jäger und Sportschützen engagiert, und Informationsnetzwerke aufgebaut, um rasch über Vorhaben und Aktivitäten von Politkern im Zusammenhang mit dem Waffenrecht sowie über die Berichterstattung in Medien über den Legalwaffenbesitz und das Sportschießen zu berichten. Die meist per Email verbreiteten Informationen, teilweise auch auf Web-Auftritten von Vereinen dargestellt, sind dadurch gekennzeichnet, dass sie Fakten aufzeigen und so die Interessenten informieren.
Der Bericht in der Rheinpfalz erweckt den Eindruck, als seien dunkle Kräfte am Werk, wenn Aktivisten ihre Parteipräferenzen äußern und propagieren. Natürlich darf auch das Totschlagargument "Nazi-Vergleich" nicht fehlen: Wenn sich jemand durch die Hetze der vergangenen Monate (u.a. "Waffenbesitzer sind potenzielle Amokläufer" in der Saarbrücker Zeitung) an den Weg aus der Weimarer Demokratie in die Nazi-Diktatur erinnert fühlt, soll er das nicht äußern dürfen.

Engagierte Schützen aus der Region Germersheim sehen den Hintergrund der Berichterstattung so:
"Auffallend ist, dass bestimmte politische Gruppierungen, die ständig mit dem politisch schärfsten Schwert kämpfen, die Anwendung selbiges in Ihrer Sache für legitim halten, dies anderen aber nicht zugestehen.
Man kann durch Beiträge wie jetzt in der Rheinpfalz aber auch die Interpretation kommen, dass wir Waffenbesitzer auf dem richtigen, politischen und von der Demokratie getragen Weg sind. Wir haben bei dieser Wahl durch die Formierung, Vernetzung und den Zusammenhalt das erste Mal gemeinsam ein Ziel erreicht.
Das hat unsere politischen Gegner, die sich selbst bereits kurz vor dem Ziel gesehen haben, verschreckt und aufgeschreckt.
Der ängstliche Hinweis auf die gefürchtete Entstehung einer Waffenlobby, in der sich jeder Waffenbesitzer, egal ob Jäger, Sportschütze, Sammler o.ä. wieder findet zeigt deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Bildung einer solchen Lobbyorganisation im Stil der NRA Amerika und deren, für das politische Lobbying zuständigen, politischen Arm die ILA, unser vorrangiges Ziel sein muss, um gehört zu werden.
Im Artikel der Rheinpfalz ist man der Meinung die Mehrheit würde die Jagd und das Schützenwesen nicht dulden und wir stünden mit unseren berechtigten Forderungen nach einem vernünftigen und liberalen Waffengesetz im Abseits. Ich bin überzeugt davon dass dies nicht so ist, im Gegenteil. Die denkende Mehrheit unserer Bevölkerung akzeptiert die Jagd und die Leistung, die wir Jäger für die Allgemeinheit erbringen. Die denkende Mehrheit akzeptiert auch das traditionsreiche, deutsche Schützenwesen und stellt uns nicht in eine Ecke mit Kriminellen und Psychopathen. Letzeres wird nur von einem kleinen Kreis von Ideologen praktiziert, die bisher die geballte Macht der Medien und der schnellen Informationstechnologie meinten für sich allein in Anspruch nehmen zu können."

Der Schützenkreis Germersheim hat in einer Presseerklärung schon am 5. Oktober Stellung bezogen: "Der SK Germersheim, wie auch alle Vereine des Schützenkreises, berufen sich auf das Recht, ihre Mitglieder bei politischen Angriffen gegen das Schützenwesen und über politische Maßnahmen zu informieren. Jedes Mitglied des Schützenkreises hat das Recht auf eine eigene Meinung. Diese Meinung kann weder Presse, Parteien oder eine Kreisvorstandschaft vorschreiben. Wir behalten uns das Recht vor, mit allen rechtsstaatlichen Mitteln für den Erhalt des Schießsports in der Bundesrepublik Deutschland zu kämpfen."

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